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Dulce de leche
(spanisch; wörtlich etwa: Süßigkeit aus Milch oder Milchkonfitüre) oder "manjar blanco" ist ein in ganz Lateinamerika (vor allem in Chile, südl. Brasilien, Paraguay, Uruguay, Argentinien, Venezuela, Bolivien, Kolumbien, Ecuador, Mexiko, Peru und der Dominikanischen Republik) verbreiteter Brotaufstrich bzw. eine Creme aus Milch, Zucker und Vanille.

Verwendung findet Dulce de leche als (Weiß-)Brotaufstrich sowie als Zutat für die Herstellung von Süßspeisen wie Pudding, Flan oder Eis. Auch als Füllung von Torten wird es oft benutzt, z.B. Torta de mil hojas (tausend-Blatt-Torte) aus Blätterteig. Alfajores sind auch oft mit Dulce de leche gefüllt und evtl. auch in Schokolade umhüllt.Ursprung

Der argentinische Kournalist Víctor Ego Ducrot schreibt in seinem Buch Los sabores de la patria (1998), dass diese Milchkonfitüre seit dem 18. Jh. in Chile unter dem Namen Manjar produziert wurde. Damals wurde der Manjar aus reiner Kuhmilch mit Zucker, Vanille und Zimt hergestellt. Von dort verbreitete sich diese Süßspeise in die Nachbarländern. Auch der Libertador San Martín soll sich mit dieser Karamellcreme ergötzt haben.
Eine andere, etwas zweifelhafte Geschichte wird ebenfalls in Argentinien erzählt, der zufolge der Dulce de leche durch Zufall entstand, als die Dienerin von Juan Manuel de Rosas einen Topf mit Milch und Zucker (für den Mate-Tee) auf der Feuerstelle vergaß. Sie fand dann eine braune Creme, die ihr Herr Juan Manuel der Rosas und sein Erzfeind Juan Lavalle dann bei einem Zusammentreff zu Friedensbesprechung aßen.
Möglicherweise hat aber diese Süßigkeit auch ältere Ursprünge. Man findet sie auch in der Ayurvedalehre als rabadi, das hilfreich gegen einige Krankheiten sein soll.
Im Jahre 2003 versuchte Argentinien den Dulce de Leche als kultureller Welterbe bei der Unesco anzumelden. Da Uruguay gegen dieses Verfahren protestierte, hat die Unesco bis jetzt nichts unternommen[