1/2 kg ab 8.50
1Kg ab 18.-

Der Mate-Strauch (Ilex paraguayensis), oder auch Mate-Baum, gehört zur Gattung der Stechpalmen (Ilex) aus der Familie der Stechpalmengewächse (Aquifoliaceae). In Südamerika gibt es etwa 280 Arten dieser Familie, davon allein 60 in Brasilien.

Mate-Strauch Verbreitung

Der Mate-Strauch (Ilex paraguariensis) wächst wild als Unterholz in den Araukarien-Wäldern Brasiliens, Uruguays und Paraguays, auf dem Hochland zwischen den Flüssen Paraná, Paraguay, Uruguay und ihren Zubringern, also ist seine Heimat der Urwald des Paranábeckens. Seit der späten zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wird er vor allem in Paraguay, Argentinien und Brasilien auch in Kultur angebaut. Noch heute wird jedoch etwa die Hälfte des auf dem Markt befindlichen Mate von wildwachsenden Bäumen geerntet.

Beschreibung

Der immergrüne Mate-Baum hat eine oval zulaufende Krone und einen hellgrauen Stamm mit einem Durchmesser von bis zu 30 Zentimeter. Wild erreicht er eine Höhe von 12 bis 14 Meter, in der Kultur maximal 5 bis 6 Meter. Seine Blätter sind oval mit gekerbtem Rand und werden bis zu 20 Zentimeter lang und 8 Zentimeter breit.
In der Blütezeit wachsen ihm dicke Büschel von 30 bis 40 weißen Blüten mit je vier Blütenhüllblättern. Seine 6 bis 8 Millimeter dicke rotviolette Frucht ist eine Steinfrucht und besitzt vier bis sechs Samenkörner. Damit der Keimling die sehr harte Schale durchbrechen kann, muss unter natürlichen Verhältnissen die Frucht erst den Verdauungsapparat eines Vogels passieren (Ornitochor). Aus diesem Grund haben die reifen Früchte eine Farbe, die von Vögeln besonders gut wahrgenommen wird.

Mate als Aufgussgetränk

Mate ist ein in Südamerika weit verbreitetes Aufgussgetränk, das durch Aufguss kleingeschnittener trockener Blätter des Ilex paraguayensis gewonnen wird. Mate bezeichnet ursprünglich das Trinkgefäß (aus dem Quechua mati für Trinkgefäß), heutzutage auch das Getränk, das von den Guarani caiguá genannt wurde. Die Blätter hingegen werden als yerba (span.: Kraut) bezeichnet.
Mate wurde schon vor der Kolonisierung von den Ureinwohnern Südamerikas getrunken. Im Umfeld der traditionellen Anbaugebiete, Rio Grande do Sul, in Paraguay, Argentinien und in Uruguay trinkt die Mehrzahl der Menschen heutzutage Mate regelmäßig - in Argentinien trinken etwa 80% der Bevölkerung mindestens einmal pro Woche Mate, der Jahreskonsum beträgt 6,4 kg pro Kopf[1]. [2]. In anderen Ländern jedoch konnte sich das Getränk nie durchsetzen, weshalb der Export gering blieb und die Produktion vorwiegend dem Eigenbedarf dient. Eine Ausnahme stellen die Kanarischen Inseln [3] , Syrien und der Libanon dar. Mate wurde dort zu Beginn des vorigen Jahrhunderts von arabischen Auswanderern, die wieder in das Land zurückkehrten, eingeführt, und gilt als „das Hauptgetränk“ in manchen Provinzen („Piporé“, „Yerba Mate“). Allerdings haben sich dort nicht alle in Südamerika mit dem Matetrinken verbundenen Bräuche gehalten. Ursprünglich und heute wieder in den nördlicheren, wärmeren Gebieten des südlichen Südamerika wird der Sud als Tereré kalt getrunken (im Sommer sehr erfrischend).
Teilweise werden in Südamerika auch andere Aufgussgetränke als Mate bezeichnet, z.B. in Bolivien generell Aufgüsse aus anderen Pflanzen, z.B. mate de coca, zubereitet aus den Blättern des Cocastrauchs.